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Die
Schredderanlagen arbeiten nicht nur in umweltsensiblen Bereichen,
die Motoren werden auch im oberen Lastbereich betrieben und haben
nur geringe Leerlaufzeiten. Damit bestehen von der Art des Einsatzes
her für die Verwendung von Pflanzenöl als Kraftstoff günstige Voraussetzungen.
Einen
erheblichen Anteil am weltweiten Verbrauch fossiler Rohstoffe hat
der aus Erdöl hergestellte Motorenkraftstoff für Fahrzeuge aller Art.
Obwohl moderne Techniken den Bau immer sparsamerer Fahrzeuge ermöglichen,
ist aufgrund der zunehmenden Mobilität von Menschen und Waren weltweit
kein wesentlicher Rückgang des Kraftstoffverbrauchs zu erwarten. Dies
hat einen ungebremsten Ausstoß von klima- und umweltschädlichen Abgasen
zur Folge.
Deshalb wird nach einer möglichen Alternative zur Herstellung von Motorenkraftstoff aus Erdöl gesucht. Der aus Rapsöl gewonnene Rapsmethylester (RME, Biodiesel) hat sich bereits als Motorenkraftstoff bewährt.
Der ökologisch unsinnige Transportaufwand hat zu Überlegungen geführt,
den Raps lokal zu verarbeiten und zu verwerten. Es wurde eine Anlage
zum Kaltpressen des Rapses in Blaufelden errichtet. Das anfallende
Rapsöl findet als Treib-, Brenn- und Schmierstoff Verwendung.
Während
bei der Nutzung von Rapsöl dieses erst durch Pressen aus der Saat
genommen werden muss, kann bei der Verbrennung die Energie direkt,
ohne zusätzliche Verarbeitungsschritte genutzt werden. Hinzu kommt,
dass das Rapskorn - etwa im Vergleich zu Holz - über eine sehr hohe
Energiedichte verfügt und deshalb einen relativ geringen Bedarf an
Lagerraum hat.
Holz
ist ein wertvoller erneuerbarer Biomasseenergieträger, aus dem Wärme
und Strom erzeugt werden können. Daher ist es sinnvoll, möglichst
viele der regionalen Holzpotenziale aus der Gehölzpflege, die auch
außerhalb des Waldes anfallen, in mit Holz befeuerten Kraftwerken
oder Heizkraftwerken energetisch zu nutzen.
Probleme
beim Absatz von Schwachholz aus dem 2500 ha großen Stadtwald waren
der Auslöser für Überlegungen, es den Kommunen des Nachbarlandes Schweiz
gleich zu tun und Holz als Energieträger zu nutzen.
Im
Schwarzwaldort Bernau - Innerlehen plante der Inhaber einer Heizungsbaufirma
(Schmidt, SWL) im Jahr 1994 die Errichtung eines Mehrfamilienhauses.
Unter dem Eindruck der Diskussion um das weltweite Klima und die in
diesem Zusammenhang notwendige Verminderung des CO2-Ausstoßes, reifte
bei dem kommunalpolitisch engagierten Bauherrn die Entscheidung zugunsten
einer Nahwärmeversorgung mit Holzenergie.
Im
Zuge der umweltfreundlichen Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen
ist Mist nicht nur Mist, sondern Mist ist auch ein wertvoller Rohstoff
zur Gewinnung von Wärme und Strom. Die anaerobe Behandlung von Stallmist
oder Gülle ist nicht nur eine Möglichkeit in Form von Biogas Energie
zu erzeugen.
Auf
einer landwirtschaftlichen Fläche in Niedereschach (Schwarzwald-Baar-Kreis)
wurden 7 ha Pappel-Kurzumtriebsfläche zur Erzeugung von Energieholz
angelegt. In dem Vorhaben wird die komplette Verfahrenskette vom Anbau
einer Pappel-Kurzumtriebsfläche, über die Bereitstellung und Lagerung
von Holzhackschnitzeln bis hin zur Wärme- und Stromerzeugung in einem
Biomasseheizkraftwerk untersucht.
Mit Biogener Energie in die Zukunft
Regenerative Energien aus Land- und Forstwirtschaft in Baden-Württemberg Anlagen 1995 -1999 Eine
regionale Rapssaatverarbeitung und -verwertung versprach erhebliche
Einsparungen an Transportwegen. Deshalb sollte ein größeres Blockheizkraftwerk
(BHKW) mit einem kontinuierlichen Verbrauch von Pflanzenöl über einen
längeren Zeitraum erprobt werden.
Rapsmethylester
(RME, Biodiesel) ist nach heutigem Wissensstand ein überdurchschnittlich
guter Pflanzenkraftstoff. Die seit etwa einem Jahrzehnt zahlreich
durchgeführten Untersuchungen zum Einsatz von RME in Serien-Dieselmotoren
führten zu positiven Ergebnissen beim Motorenbetrieb und beim Emissionsverhalten.
Der Einsatz in den seit 100 Jahren für fossilen Dieselkraftstoff optimierten
Motoren lässt sich aber noch weiter verbessern.
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