Rapsölpressanlage Blaufelden - Heimische Ölquellen


 
Ziel

Der Rapsanbau ist aufgrund des hohen Vorfruchtwertes, der Möglichkeit zur umweltgerechten Verwertung von Gülle in viehstarken Betrieben und der vielseitigen Nutzung als nachwachsender Rohstoff für die Landwirtschaft von besonderem Interesse. In der Region Blaufelden weist Raps mit einer Anbaufläche von nahezu 4.000 ha eine starke Konzentration auf. Der geerntete Raps wurde traditionell nach Mannheim transportiert. Dort wurde in einer großen Ölmühle das Öl nach dem Extraktionsverfahren gewonnen.
 
Zur Verwendung als Kraftstoff musste das Rapsöl nach Italien transportiert, zu Rapsmethylester (RME, Biodiesel) umgeestert und dann wieder nach Deutschland zurückgebracht werden. Auch der in Mannheim bei der Ölgewinnung anfallende Rapsextraktionsschrot, ein geschätztes Futtermittel, musste wieder in die Verbrauchsregion geholt werden. Dieser ökologisch unsinnige Transportaufwand hat zu Überlegungen geführt, den Raps lokal zu verarbeiten und zu verwerten.


 



Projekt

Es wurde eine Anlage zum Kaltpressen des Rapses in Blaufelden errichtet. Das anfallende Rapsöl findet als Treib-, Brenn- und Schmierstoff Verwendung. Der Rapspresskuchen dient als eiweiß- und energiereiches Kraftfutter in der Rindvieh- und Schweinehaltung.

 

Erfahrungen


Die Anlage wurde 1996 in Betrieb genommen und war von Anfang an voll ausgelastet. Pro Jahr werden ca. 5000 Tonnen Rapssaat gepresst. Dabei entsteht ein naturbelassenes, hochwertiges Pflanzenöl. Die an das Projekt gestellten Erwartungen konnten in vollem Umfang erfüllt werden.


Bedeutung für den ländlichen Raum und die Umwelt

Die Realisierung des Projektes führt zu einer Reihe positiver Effekte: · Nutzung von Stilllegungsflächen · Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen in der Region · Vermeidung von Transportwegen · Ersatz fossiler Rohstoffe durch nachwachsende Rohstoffe und damit verbunden weniger klimabelastende CO2-Emissionen · Risikominimierung durch die biologische Abbaubarkeit von Pflanzenölen bei Unfällen · durch den Rapsanbau über Winter bindet die Pflanze Stickstoff und vermindert somit die Gefahr der Nitratauswaschung in das Grundwasser · Bereicherung des Landschaftsbildes durch blühende Rapsfelder.
 


Seitenanfang

GEOGE Raiffeisen eG
Kaiserstr. 11
74572 Blaufelden
Telefon 07953/9887-0
Telefax 07953/9887-41

Das Projekt wurde 1995/96 durch das Ministerium Ländlicher Raum mit 662.750 DM gefördert.