Mist ist nicht nur Mist  


Ziel

Im Zuge der umweltfreundlichen Energiegewinnung aus nachwachsenden Rohstoffen ist Mist nicht nur Mist, sondern auch ein wertvoller Rohstoff zur Gewinnung von Wärme und Strom. Die anaerobe Behandlung von Stallmist oder Gülle ist nicht nur eine Möglichkeit in Form von Biogas Energie zu erzeugen. Sie verringert auch Methan- und Ammoniak-Emissionen aus der Tierhaltung in die Umwelt.






Erfahrungen


Erfahrungen mit Biogas gibt es bereits seit den 50er Jahren. Die verschiedenen Ölkrisen haben sich auf die Weiterentwicklung dieser Technologie förderlich ausgewirkt. Biogasanlagen haben zwischenzeitlich technisch einen solchen Standard erreicht, dass Kleinserien von Anlagen im Baukastensystem vertrieben werden. Der Betrieb Raunecker produziert jährlich etwa 236.000 kWh Strom. Hiervon werden 58.000 kWh für den eigenen Betrieb benötigt und rund 178.000 kWh an das öffentliche Netz abgegeben. Damit können ca. 50 Haushalte mit einem Durchschnittsbedarf von 3.500 kWh jährlich mit Strom versorgt werden.






Projekt

Familie Raunecker bewirtschaftet einen landwirtschaftlichen Betrieb mit 46 Milchkühen zuzüglich Nachzucht sowie 20 Muttersauen. Der anfallende Stalldung wird dem Biogasreaktor zugeführt, in dem Bakterien Biogas (vorwiegend Methan) produzieren, das in einem Blockheizkraftwerk verbrannt wird. Der dabei erzeugte Strom wird teils im eigenen Betrieb verbraucht, teils ins öffentliche Netz eingespeist. Die Abwärme des Motors wird über einen Wärmetauscher genutzt um Warmwasser zu erzeugen, das im Betrieb und im Wohnhaus Verwendung findet. Die ausgegaste Gülle wird gelagert, bis sie während der Vegetation auf den Nutzflächen ausgebracht werden kann.










Bedeutung für den ländlichen Raum und die Umwelt


Biogastechnologie sichert nicht nur Arbeitsplätze im ländlichen Raum, sondern entlastet auch die Umwelt durch - den Ersatz fossiler Energieträger, - den Abbau von Geruchsemissionen, - die Vermeidung von Methan- und Ammoniak-Emissionen.

Friedbert Raunecker
Kohlbauerngasse 9
89561 Dischingen - Frickingen
Tel.: 07326 / 7578
Fax: 07326 / 921394

Das Projekt wurde 1998 durch das Ministerium Ländlicher Raum mit 178.000 DM zinsverbilligtem Darlehen gefördert.

Seitenanfang